there is a day for everything

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Yesterday was the National Puppy Day I know that since my friend just got a puppy in time to celebrate. I can’t remember that we celebrated days like that in Germany. It seems that there is a day for almost everything.

In February the Americans celebrate the National Pizza Day, the National Donut Day and the National Pie Day. On my husbands birthday in April it’s National Peanut Butter and Jelly Sandwich Day. While I still not quite understand why you would celebrate a certain food on a certain day, I really doubt that one would need a National Life Insurance day or National Cellophane Tape Day? I kinda like the National Visit your relatives Day, National Underwear Day, National Wine Day or National Happiness Happens Day  though 🙂

Here is the National Day Calendar.

Ein trauriger Tag für Deutschland

Das waren traurige Nachrichten, die ich heute morgen auf Spiegel online lesen musste. 150 Tote bei einem Flugzeugabsturz eines Airbus 320 von Airbus in den Bergen Frankreichs. So viele Opfer auf einmal sind furchtbar, eine Schulklasse mit zwei Lehrern, mindestens ein Baby, schrecklich. Ich war sehr traurig heute und fühlte mich meiner Heimat so fern und doch nah. Fast alle meiner Freunde in Deutschland hätten im gleichen Flugzeug nach Düsseldorf sitzen können. Wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass dir genau das Gleiche hätte passieren können, wird dir die Bedeutung eines solchen Unglücks erst so richtig bewusst.

Bisher geht jeder von einem Unfall aus und jetzt mal ehrlich, ob es letztendlich menschliches Versagen, technische Defekte oder gar Fremdeinwirkung war – was im vorliegenden Fall wohl bereits ausgeschlossen wurde – für die Hinterbliebenen ändert das in ihrer Trauer und ihrem Schmerz wohl kaum etwas.

Manchmal bin ich jedoch wenig begeistert von der Berichterstattung bei einem solchen Flugzeugunglück. Durch die Menge der Toten bei dieser Art von Unglücken werden die Medien für mindestens eine Woche erstmal nur mit Analysen, Statistiken, Vorwürfen und Hintergrundberichten auffahren. In diesem Spiegel-Artikel von heute Abend wird schnellstmöglich die Airbus 320 Familie als statistisch sicherer hingestellt als die Boeing  737, na wer da wohl dahintersteckt? Und die Grafik über die Sicherheit des Fliegens im Allgemeinen wird gleich hinterher geschickt. Natürlich ist das grundsätzlich interessant, aber ist das an einem Tag wie heute wirklich wichtig? Sollte man nicht einfach erstmal traurig sein und sich um die Hinterbliebenen kümmern? Jeder kann in der Grafik doch sehen, wie sicher das Fliegen geworden ist und jeder weiß doch wohl auch, dass das Gefährlichste am Fliegen die Fahrt zum Flughafen ist. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, aber Unglücke wie diese passieren. Jeden Tag sterben hunderte von Menschen auf Europas Straßen und nur vergleichsweise selten liest man ein Statistik darüber, wie gefährlich Auto fahren ist oder wie man diese Unfälle vermeiden kann.

Ich wünsche mir für die Verunglückten, dass sie nur sehr kurz Angst oder Schmerz empfinden mussten und ich wünsche den trauernden Familien und Freunde viel Kraft und Menschen, die ihnen in dieser schweren Zeit beistehen!

california chickens

Ich hätte nie gedacht, dass wir irgendwann mal Hühner besitzen würden. In Köln hatten wir zwar einen kleinen Garten, aber uns war nie der Gedanke gekommen, Hühner zu halten. Aber hier in San Jose haben wir vor vier Jahren in einem Haus gewohnt, das einen riesigen Garten mit einem alten Schuppen hatte, der sich perfekt als Hühnerstall eignete. Da wir außer ein paar Fischen keine Haustiere hatten, haben wir uns gefragt: Warum nicht ein paar Hühner halten? Kosten nicht viel, machen nicht viel Arbeit und legen – hoffentlich – viele leckere Bio-Eier. Gesagt, getan. Mein Mann hat gemeinsam mit den girls Hühner-Rassen recherchiert und sie haben sich Hühner namens “Blue Andalusian” ausgesucht. Vier Küken wurden dann tatsächlich online auf mypetchicken.com bestellt und per Luftfracht im Päckchen geschickt. So wurde ich am 16. August 2010 telefonisch benachrichtigt, dass für mich ein “peeping package” im Postamt San Jose West bereit liegt. Ich war eigentlich gerade dabei, meinen morning run auf dem Los Gatos Creek Trail zu beginnen, hatte mich dann aber entschieden, die Küken sofort abzuholen und das war auch gut so, denn eine von ihnen war total durchgefroren und hätte es sicher nicht überlebt, wenn sie noch eine Stunde länger im kalten Postfach gelegen hätte. Heute haben sie den Versand auch schon wesentlich tierfreundlicher gestaltet, die Pakete sind jetzt mit einem Heizelement versehen, so dass den gefiederten Freunden nicht mehr zu kalt wird. Trotzdem würde ich beim nächsten Kauf auf jeden Fall einen näheren Anbieter finden oder auf eine der örtlichen Farmen gehen, die auch Küken verkaufen, wenn auch oft die Auswahl an Rassen wesentlich geringer ist. So kamen wir also zu unseren 4 ersten Hühnern, für jeden eins:
Toopie, Blueberry, Elfriede und Angela M.
Die ersten Wochen sind für die kids super fun, diese kleinen flauschigen und tollpatschigen Wesen sind aber auch einfach zu drollig. Hier im milden, kalifornischen Klima ist es natürlich auch ziemlich easy die Küken von drinnen nach draußen umzusiedeln, aber auch im deutschen Frühjahr bzw. Frühsommer sollte das nicht allzu große Probleme bereiten. Wir haben die Damen bereits nach gut drei Wochen nach draußen in den Stall umgesiedelt, haben allerdings nachts weiterhin die Wärmelampe angelassen. Sie haben alle noch aneinander gekuschelt in ihrer Box geschlafen, erst später fangen sie an, erhöht schlafen zu wollen.
Leider mussten wir Mitte Dezember unser favorite chicken, Blueberry beerdigen, da sie vor unseren Augen gestorben ist. Man weiß es nie genau, aber sie ist vermutlich an Legenot gestorben. Sie hat ihr erstes Ei produziert, konnte es aber nicht legen. Wir hatten schon gemerkt, dass sie sich an diesem und dem vorherigen Tag anderes verhalten hatte. Sie plusterte sich extrem auf und saß ganz still in der Ecke. Wir haben es mit Massagen probiert, aber es hat sich nichts gerührt. Als wir abends nochmal nachgesehen haben, hat mein Mann sie nochmal auf den Arm genommen um sie zu massieren, aber da hat sie sich plötzlich erbrochen und ist einfach in seinem Arm gestorben. Furchtbar! Hätte nicht gedacht, dass mich der Tod eines Huhns mal so berühren würde.
Aber man gewöhnt sich an diese Viecher und die “Blue Andalusians” würde ich auf jeden Fall für Familien empfehlen, denn alle bis auf Elfriede waren außergewöhnlich anhänglich und man konnte richtig mit ihnen kuscheln, besonders Angela M. war besonders kuschelbedürftig.
 
Ein halbes Jahr später haben wir uns dann nochmal drei Küken angeschafft, da wir ja nur noch drei, aber reichlich Platz hatten. Unsere Freundin wollte sich nun auch Hühner anschaffen und da haben wir uns eine Bestellung geteilt. Leider sind bereits nach 3 Tagen zwei der Küken gestorben und so haben wir uns nochmal zwei in einer local farm in San Martin gekauft. Das war eigentlich auch ziemlich nett, da unsere girls sich aus ca. 150 Küken genau die zwei aussuchen durften, die ihnen am besten gefallen haben. Für mich sahen die meisten aber ziemlich gleich aus! So hatten wir mit sechs Hühnern schon eine richtige kleine Hühnerfarm im Suburb. Mehr darf man aber auch hier in San Jose nicht halten, es gibt da ganz genaue Vorschriften. In unserem damaligen Neighborhood waren unsere Hühner sehr beliebt und wir hatten nie ein Problem, “Hühnersitter” zu finden wenn wir in den Urlaub gefahren sind. Denn man bekommt dafür ja täglich leckere Eier und zu Hochzeiten hatten wir tatsächlich 6 Eier am Tag. Die kann man auch als vierköpfige Familie nicht immer schaffen und teilt gerne mit den Nachbarn!
Interessant ist, dass sich Hühner – oder zumindest unsere – ab und zu wohl andere Stellen suchen, an denen sie ihre Eier legen bzw. sich besonders wohl fühlen. Ich weiß noch, dass im Sommer 2012 unsere Hühnersitterin in einer Woche nie Eier in den Boxen gefunden und sich darüber gewundert hat. Als wir aus dem Urlaub kamen, haben wir einen Haufen nicht zerbrochener Eier  auf einem unserer bequemer Gartenstühlen gefunden. 
17 Stück! 
Unser damaliger Nachbar fand unsere Hühner so nett, dass er und seine Schwester beschlossen haben, sich selber auch Hühner anzuschaffen.
Leider mussten wir Anfang 2013 aus diesem schönen Haus ausziehen und es war ziemlich schwierig ein neues Haus zum Mieten zu finden. Die sind hier im Valley eher selten und die meisten sind außerdem noch ziemlich grausam, weil die Vermieter hier absolut nichts updaten, wenn es nicht unbedingt nötig ist. So war auch das neue Haus nicht wirklich ein Traum, das Wohnzimmer hatte zwar einen sehr schönen Kamin, unseren schönsten bisher und einen tollen Holzboden, aber die Küche und die Bäder waren eher ein Alptraum. Dafür hatte die Vermieterin nichts dagegen, dass wir unsere Hühner mitbringen – da der Garten ohnehin eher wie ein braches Rübenfeld aussah – und es gab auch nicht wirklich eine Alternative. Einziges Problem war nur, dass wir in diesem Garten nicht wirklich die Hühner-Vorschriften der Stadt San Jose einhalten konnten, da das Grundstück noch nicht mal halb so groß wie unser vorheriges war. Die Vorschriften hier sind sehr präzise: Man darf nicht mehr als 6 Hühner in der Stadt ohne eine Genehmigung halten, keinen Hahn, der älter als 4 Monate ist und es muss ein Abstand zum Nachbarn von min. 20 feet eingehalten werden. Das hat uns schon etwas nervös gemacht, da der Nachbar zu dem der Abstand höchsten 7 feet betrug. Wir hatten aber Glück, denn der Nachbar auf dieser Seite war ein tiefenentspannter, rauchender Rentner, der unsere Eier sehr zu schätzen wusste. Puh! Nur eines Sonntags, als unsere Damen mal wieder lautstark ankündigten, dass sie nun bald ein Ei legen würden, brüllte irgendeiner von schräg gegenüber: “Oh, hell no! Chickens in my neighborhood!” 
Meistens bekommt man aber sehr positive Reaktionen und alle lieben die leckeren Eier. 
Nachdem letztes Jahr zwei “Blue Andalusians” vermutlich an Altersschwäche gestorben sind, haben wir heute unser “Cookiemonster” wahrscheinlich an einem Herzschlag oder an einem Spinnendes  – so unsere Vermutungen – verloren. Völlig unerwartet und wie immer sehr traurig. Unsere Kinder trauern jedes Mal um ihre Hühner und es wurde sofort ein “Grabstein” gebastelt.
Jetzt werden wir uns wohl wieder drei Küken zulegen, es ist ja bald Frühling.
Hier drei deutsche Internetseiten für Hühnerhaltung im Garten:
Und auch noch zwei Bücher zum Thema:
Unser Hühnerstall ist ziemlich simpel gestaltet und wer Tipps braucht oder Fragen hat, kann sich gerne bei mir melden.

MAMILs

MAMIL = middle aged man in lycra

Mein Mann ist ein cyclist – zu deutsch Radfahrer. Da bleibt es nicht aus, dass er sich jeden Morgen in seine engen Lycrahosen schmeißt um mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Was ich klasse finde, denn wir haben nach 7 Jahren immer noch nur ein Auto und schonen somit unsere wunderschöne und durchaus emissionsbelastete Umwelt.

Oft bringt er vorher die girls in besagten Lycra-Hosen zur Schule und macht so, eher unbewusst, manch kalifornischer stay-at-home-mom in Yogahosen Konkurrenz. Da es hierzulande bereits Diskussionen um einen Yogahosen-Verbot gibt, damit man andere nicht unbeabsichtigt belästigt, frage ich mich, ob und wann die MAMILs in den Brennpunkt rücken.10440703_909246442453348_1111984508538715701_n

“Goodbye, Kevin. I could look the other way with the boozing and the skirt-chasing,                                                                  but I did not sign up for the bicycle clothes.”

Quelle: http://www.newyorker.com/humor

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resources für Deutsche in California

Hier ein paar Links, die für Newcomer in der Bay Area und California interessant sein könnten:

 

 

 

 

 

 

 

Deutsche Schulen in der Bay Area:

               

 

 

Deutsche in California

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt außerdem eine Yahoo-Gruppe für Familien, die sich Kindertreff Bay Area nennt.

Und noch ein paar facebook Seiten:

California Germans

Germans in California

Germans in San Francisco and Bay Area

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lunch @ the greatest company on earth

Die girls hatten vor zwei Wochen Ferien (Presidents week) und da sind wir mal spontan ins Café Mac im Infinite Loop, dem heiligen Platz unter all den hunderten, von Apple besetzen Gebäuden im nicht so sehenswerten Cupertino gefahren, und haben uns dort mit hubby/daddy zum Mittagessen getroffen. Mensch, das ist ja very unspektakulär. Ist eine etwas modernere Kantine, die zugegebenermaßen sehr leckeres Essen für einen mäßig vergünstigten Preis anbietet. Es gibt eine Sushi-Bar, eine Burrito-Bar, eine Eiscremebar, einen Pizzaofen, in dem für die Mitarbeiter und all die anderen Besucher-Kinder Pizza frisch zubereitet wird. Die Salatbar fand ich ziemlich gut, denn nachdem man sich alle Zutaten ausgesucht hat, wird die Combo aus deiner Plastikschüssel in eine Metallschüssel umgefüllt, mit dem Dressing und auf Wunsch mit einer halben Avocado ordentlich durchgemischt. Großes Tennis, denn ich kann es nicht leiden, wenn man einen Salat von einer Bar oder im Supermarkt kauft und die leckeren Zutaten alle nur oben auf einen Haufen Grün gestreut werden, man den Salat aber nicht anständig mischen und klein schneiden kann, weil die Plastikschüssel viel zu klein ist. 

Da saßen wir dann zu viert in der kalifornischen Februar-Sonne und haben es uns schmecken lassen. Im Gebäude gegenüber konnten wir die Rolladen bewundern, hinter denen Jony Ive arbeitet. Und um uns herum die seltsame Gattung der iSlaves. Es gab doch erstaunlicherweise einige, die sich einfach miteinander unterhalten haben, aber viele gucken wohl auch in der lunch break nur auf ihr iPhone/iPad/Macbook – strange! Das Durchschnittsalter liegt definitv unter 30. Die jungen, motivierten Mitarbeiter arbeiten gerne 24/7 für das Unternehmen, das mittlerweile mehr wert ist als die Schweiz . Die Frage ist, wie lange man das so aushalten kann. Eine Kollegin hat neulich aufgehört und sich mit diesem Satz verabschiedet: “We all live two lives until we realize that we only have one.” Das hat mir gefallen. 

Wir haben unser seltenes Familien-Mittagessen auf jeden Fall sehr genossen. Die vier Kölner in Mitten der bunten Silicon Valley Mischung: die durchschnittlichen, amerikanischen techies, viele Inder mit ihrem charmanten Akzent, asiatischen Frauen und im Großen und Ganzen nur sehr wenigen geschmackvoll gekleideten Menschen. Mein Mann weiß es zwar seit Jahren zu schätzen, dass die Arbeitskleidung im Valley sehr casual ist und selbst CEOs auch mal in Shorts und Flip-Flops zum Meeting erscheinen, aber ich muss doch schon sagen: Der Apple Nerd mit Fußpilz in Adiletten war mir persönlich dann doch zu viel.

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changing times

Gestern wurde meine kleine Tochter operiert. Polypen raus und Mandeln “geschält”. Die OP ist super gelaufen und wird hier auch nur ambulant durchgeführt, so dass wir nur 3 Stunden nach der OP wieder nach Hause konnten. Ich war ziemlich beeindruckt vom ambulanten Operationssystem bei Kaiser Permanente. Jeder Patient hat dort immer bei OPs, beim Röntgen oder anderen Behandlungen ein Armband mit einem Barcode und so konnten wir Eltern, nachdem wir uns von unserer Tochter im Vorbereitungsraum verabschiedet hatten, immer sehen, wo unser Kind gerade war: Pre-OR (=OP), OR/in procedure oder dann in recovery. Das fand ich ziemlich angenehm für die wartenden Angehörigen bzw. Freunde. Der Arzt ist außerdem direkt nach der OP zu uns gekommen und hat uns genau erklärt, wie die OP gelaufen ist. 

Wie auch immer, zu Hause gab es natürlich dann extra Zeit auf dem ipad, jede Menge Fernsehen und popsicles (Eis am Stiel). Woraufhin sich unsere Große, just aus der Schule heimgekehrt, natürlich sofort über diese Ungerechtigkeit beschwert hat. Sie hat einen ausgeprägten Gerechtig-keitssinn und alles muss hier “fair” zwischen den Schwestern ablaufen. Wir haben sie dann aufgeklärt, dass hier grad gar nix unfair ist, da sie vor 8 Jahren dieselbe OP hatte, die bei ihr allerdings nicht so reibungslos verlaufen war, da der HNO-Chefarzt des St. Franziskus Krankenhauses in Köln-Ehrenfeld mal richtig geschlampt hatte und sie, die blutspuckende 3jährige um 5 Uhr morgens nochmal notoperiert werden musste. Daraufhin haben wir ganze 3 Tage in diesem schrecklichen Krankenhaus verbracht und ihr den ganzen Tag vorgelesen, Puzzles gemacht, Hörspiele gehört, Pudding gefüttert und Fernsehen geguckt. Da fragte mich unsere Jüngste ganz erstaunt, warum ihre Schwester denn nicht auf dem ipad, iphone oder i-irgendwas spielen durfte. Sie sah mich sehr ungläubig an, als wir ihr erklärten, dass es damals noch keine iGeräte gab. 

Da ich nun heute, am Tag nach der OP, auch den Großteil des Tages neben meiner Tochter auf dem Sofa oder im Bett verbringe, sind mir all die Dinge eingefallen, die es vor nur 8 Jahren noch gar nicht gab oder mit denen ich in Köln zumindest noch nichts zu tun hatte. 

Heute sind sie ein fester Bestandteil unseres Lebens – und da ist es auch für mich manchmal schwer zu glauben, wie sich die Welt und unser Leben in den letzten 10 Jahren verändert hat.

Smartphones sind jünger als 8 Jahre! Was würden die Menschen im Silicon Valley und dem Rest der Welt nur ohne ihre smartphones machen?? Wenn du heute hier einfach so einen Menschen an der Straße stehen siehst, der nicht an seinem phone rumfummelt, willst du doch gleich anhalten und fragen, ob alles in Ordnung ist.

Social Media: Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr, Pinterest… Ich benutze nur 2 davon, muss ich zugeben.

youtube: I absolutely love youtube, weil man da massenweise how to… Anleitungen für allen möglichen Mist findet. Dort habe ich neulich einen Verschluss für die Freundschaftsbändchen gefunden, dort hat mein Mann gelernt, wie er unseren Fernseher mit nur 3 Teilen für je 2 $ repariert und  dort finden die girls die Anleitungen für Rainbow Loom und Littllest pet shop accessories. Aber ich hasse auch youtube, weil es so unglaublich schwierig ist, einen Filter für kids drauf zu setzen. Für Hinweise bin ich dankbar.

Es gibt Apple Stores zwar schon seit 2001 in den USA, aber in Deutschland erst seit 2008 der erste Store in München eröffnet wurde. Apple stores sind einfach gut gemacht, Apple verkauft eben nicht nur gute Geräte sondern auch lifestyle und knowledge. Mancheiner wird jetzt behaupten, das ist der schlechte Einfluss meines Mannes, der für Apple arbeitet und schon absolut gebrainwashed ist, aber ich war eigentlich der erste Apple-Fan in der Familie und ich weiß den guten Service in den Stores wirklich zu schätzen. Die Genius bar hält was sie verspricht und bisher war keinem keine meiner Fragen zu blöd! Einmal hat ein Mitarbeiter mit Hingabe die Tastatur meines uralten weißen MacBooks gereinigt, während er mir erklärt hat, dass mein Macbook zu alt für den Software update wäre, so dass es hinterher fast wie neu aussah. For free!

Vor 10 Jahren gab es auch noch keine tablets, womit ich jetzt wieder bei Apple landen könnte… aber es gab auch noch keinen Amazon kindle und ich war bis vor einem Jahr auch noch eingeschworene Gegnerin von eReadern. Nachdem wir unserem Vater einen kindle paperwhite zum 70. geschenkt haben und ich ihn für ihn eingerichtet hatte, bin ich allerdings schwach geworden. Ich finde den paperwhite wirklich klasse und habe,  seitdem ich ihn besitze viel mehr gelesen sonst. Und zum Reisen ist eignet sich dieses Gerät einfach großartig.

Google Maps: Da wir noch nie Besitzer eines Navis fürs Auto waren, hilft uns Google Maps immer dann weiter, wenn wir uns wirklich nicht mehr auskennen.

Podcasts: Prima Sache, benutze ich persönlich eher sporadisch. Höre lieber Hörbücher auf audible. 

Netflix: Gibt es ja jetzt auch in Deutschland und wir gucken das Meiste, das wir sehen auf Netflix. Fernsehen was, wann und wo du willst. Gute Filme, Serien und auch viele interessante Dokus, bei denen ich hier im Fernsehen noch nicht mal wüsste, wo die alle laufen. Kinderserien auf Abruf, sehr nützlich, vor allem bei Krankheiten!

Blu-Ray: Haben wir nicht. 

Google driverless car: Haben wir auch nicht. 

Mal sehen was sich bis 2025 noch so alles ändern wird. 

good year start

Es ist der 3. Februar in San Jose, die Sonne scheint und es sind 22 Grad, manchmal nicht zu glauben. Alle an der Ostküste und in Europa werden wohl gerade vor Neid aufstöhnen. Aber mir fehlt tatsächlich ein bisschen schlechtes Wetter zu dieser Zeit des Jahres. Manchmal will man doch einfach die Fenster und Türen zumachen, sich aufs Sofa fläzen, Tee trinken und ein bisschen vor sich hinbrummeln. Wegen diesem ständig schönen Wetters kriege ich es auch seit Jahren nicht geschafft, alle meine Fotos endlich mal einzukleben und die Fotoalben meiner Kinder fertig zu stellen. 

Jaja, jammern auf hohem Niveau. 

Auf dem Weg von der Schule nach Hause sagte heute sogar eine amerikanische Nachbarin zu mir, dass sie immer noch auf den Winter wartet und sich ein paar düstere Regentage wünscht. Sie war richtig happy, dass jemand ihr Gefühl teilt. Diese Befindlichkeiten kommen aber auch nicht von ungefähr. Es regnet hier einfach viel zu wenig und dieser Januar war der trockenste seit 1984Kalifornien braucht dringend Regen und Schnee in den Sierras, sonst wird das ein noch schlimmeres DürreJahr als 2014. Es hat bisher nur etwa so 10 Tage im Dezember geregnet und wir brauchen dringend mehr Wasser.

Anyway, meine kleine Tochter hat das Wetter heute sehr genossen und fuhr mit ihren Rollerskates in der Nachbarschaft herum, in der Tasche ein Whiteboard und Stifte, um sich dann an ihrem Lieblingsplatz an der Straßenecke nieder zu lassen und ein bisschen zu kritzeln.

Als sie wiederkam, überreichte sie mir das:

Ein schöner Mütter-Moment.

Ich habe das Gefühl, es wird ein gutes Jahr…

…und hoffe, dass es bald regnet!

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About

In meiner Brust schlagen zwei Herzen: eins für California und eins für Köln. Seit mehr als 7 Jahren schon lebe ich mit meiner Familie unter der fast immer sonnigen Käseglocke des Silicon Valleys und obwohl ich mich an viele Annehmlichkeiten des amerikanischen Lebens gewöhnt habe, vermisse ich regelmäßig meine nicht so schöne, nicht so sonnige, enge, laute aber ehrliche, herzliche und vertraute Heimatstadt.

Beobachtungen aus dem Alltag einer Ausgewanderten, die nicht weiß, ob das Wandern schon zu Ende ist.

There are two hearts beating in my chest: one is german and beats for Cologne and the other one is Californian. My family and I have been living here under the cheese dome of the Silicon Valley for more than 7 years now. Even though I got used to all the conveniences of the American culture and lifestyle, the beauties of this golden state and even though I call this place home for now, I am still missing my big, dirty, crowded, loud, not so sunny, but honest and warm hometown of Cologne and my german people almost every day.

This blog is about the observations in the every day life of an expat who doesn’t know if she should stay or she should go.

food shopping

Meine Hauptprofession hier in San Jose ist – außer ein paar Kindern das Lesen und Schreiben in deutsch beizubringen – in erster Linie eine “stay-at-home mom” zu sein. So wird hier – relativ elegant wie ich finde – eine Hausfrau und Mutter bezeichnet. Es gibt aber noch andere witzige Bezeichnungen, die ich nicht übersetzen möchte, denn sie hören sich auf Englisch einfach besser an. Meine Favoriten sind:

Masters & PhD in Patience,

Household CEO,

Family Law Enforcer,

Personal Chauffeur & Driving Expert,

Birthday Party Planner,

Playdate Social Secretary,

President of Waste Management,

Personal Shopper,

Tooth Brushing Instructor oder

Non-TV Activity Coordinator.

Alles gute Beschreibungen für den Lebenslauf zum Wiedereinstieg in den Beruf.

Einkaufen ist wohl eine der Hauptbeschäftigungen von stay-at-home moms. Ich weiß leider nicht mehr so wirklich, wie das so in Deutschland war, aber ich glaube, es gibt Ähnlichkeiten. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mit meinem Fahrradanhänger den Aldi-Großeinkauf in Köln-Ehrenfeld erledigt habe, dann noch auf den Markt auf dem Neptunplatz und am Ende zu REWE und in den Bio-Supermarkt. Hier hat sich folgendes Prozedere eingespielt: Zunächst einmal schreibt Frau nicht nur eine Einkaufsliste, sondern ich schreibe meistens vier, manchmal fünf. Eine für jeden Laden, in den ich gehe bzw. wohl eher fahre. Das Meiste kaufe ich alles bei “Trader Joe’s”, meinem erklärten Lieblings-Lebensmittel-Geschäft. Das mag daran liegen, dass diese Kette einem der Aldi-Brüder gehört, aber für mich in erster Linie daran, dass man dort alles Wesentliche bekommt, die Qualität sehr gut ist und die Preise angemessen sind. Vieles ist “organic”, also Bio und sie haben eine super Weinauswahl 🙂 Dazu kommt auch noch dass ich mittlerweile die meisten Mitarbeiter persönlich kenne, man immer etwas zu Essen probieren kann, das einem ein freundlicher Trader Joe’s in einem schick geblümten Hawaii-Hemd mit einem Lächeln anbietet. Und auch daran, dass die Angestellten Sozialleistungen und vergleichbar gutes Gehalt bekommen. Und daran dass meine Kinder – zumindest bis vor einiger Zeit – immer den kleinen Stofftiger finden wollten, der jeden Tag neu im Laden versteckt wird. Findet man das Kuscheltier, geht man zum “corner desk” beim Eingang und bekommt einen fruit snack oder einen Lolli. Super Kinderbindung für Muttis, kann einen aber auch die ein oder andere stressige Shopping-Erfahrung bescheren, denn was macht man, wenn die lieben Kleinen das vermeintliche Vieh nicht finden können, und du auch nicht?? Dann kann das ein oder andere “Tantrum” (Wutanfall) auftreten und das ist gar nicht schön. Alle Mütter dieser Welt wissen genau wovon ich spreche.

Meine endgültige lebenslange Bindung an Trader Joe’s ist wahrscheinlich nach folgender Begebenheit entstanden: Auf einer Shopping-Tour konnte meine damals 5jährige den Tiger mal wieder nicht finden und zog einen Flunsch bis auf den Hardwood Floor. Ich gab die Suche nach etwa 10 Minuten auch auf, da es Zeit für ihre Turnstunde war und reihte mich in die Kassenschlange ein. Die Kassiererin sah das Gesicht meiner Tochter und fragte, was denn nicht in Ordnung sei. Nach kurzer Erklärung von mir – meine Kleine ist stur wie ein Bock manchmal – nahm sie sie kurzerhand an dieselbige, verließ ihre Kasse und ging mit meiner Tochter seelenruhig durch die Gänge und zeigte ihr den Tiger gleich über dem Regal mit Nudeln und Reis. Meine Tochter strahlte, kriegte einen Lolli und ich stehe für immer in der Einkaufsschuld dieses so sympathischen Ladens. Aldi Deutschland sollte sich von dem Service und der Freundlichkeit ihrer amerikanischen Kollegen eine Scheibe abschneiden. Ein paar schickere Klamotten könnten auch nicht schaden.

Zurück zu meiner weiteren Einkaufsroutine: Obst und Gemüse kaufe ich meistens beim “International Food Bazaar”, das Pendant zum Türken in Köln würde ich sagen. Gutes und günstiges Obst und Gemüse, internationale Produkte und auch viele deutsche Sachen. Dort kriege ich Rotkohl im Glas von Hengstenberg und Thomy Senf. Alles was man in den ersten beiden Geschäften nicht kriegt, muss man wahrscheinlich bei Safeway suchen. Ungefähr einmal im Monat gehe ich zu “Costco”, das ist wie die Metro und man kauft alles in großen Gebinden. Geriebener Käse,  Großpackung Nesquik Kakaopulver, Großpackung Organic Fruit Snacks, 2 Literflasche Vodka für den Gatten, Doppelpack Milch (8 Liter), 20 “pretzel rolls” = Laugenbrötchen, die echt gut sind, Bio-Hackfleisch und so weiter. Ab und zu gönne ich mich den Luxus zu “Whole Foods”, der größten amerikanischen Bio-Supermarkt-Kette zu gehen. Dort gibt es super Fleisch und Fisch, eine erstklassige Feinkostabteilung, ein kompletter Gang mit Körnern, Haferflocken, cereals, Hülsen- und Trockenfrüchten usw. Die Qualität der Produkte ist ohne Frage sehr gut aber der Preis ist teilweise sehr überzogen. Nicht grundlos nennen die Amis den Laden auch “Whole Paycheck”. Am Ende folgt dann noch die Fahrt zu  “Target”, wo ich Schulbedarf, Drogerie- und Haushaltsartikel, Kinderklamotten, Goldfish cracker, Peets Coffee und jedes Mal mindestens ein bis fünf Dinge  kaufe, die nicht auf meiner Liste standen….

“The odds of going to the store for a loaf of bread and coming out with only a loaf of bread are three billion to one.”

― Erma Bombeck

“I still believe in the Holy Trinity, except now it’s Target, Trader Joe’s, and IKEA.”

― Jen Lancaster

Funny clip über food shopping:  click here

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